Montag, 3. April 2017

Und ich zweifle ... und zweifle ...

In den letzten Wochen hat sich vieles bei mir in Bewegung gesetzt. Ich befreie mich mehr und mehr von Einschränkungen, die mir aufgezwungen wurden und die ich mir über die Jahre selbst auferlegt habe. Das gilt für mein Äußeres genauso wie für mein Verhalten.

Und all diese kleinen Veränderungen fühlen sich richtig an. Ich werde zu dem Menschen, der ich irgendwie schon immer war, aber nicht sein konnte oder durfte. Bunt, neugierig, kreativ, offen, lebenshungrig.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht trotzdem an all diesen Veränderungen zweifeln würde. Mein Kopf findet an allem etwas auszusetzen: Dass ich zu alt bin für meine Tattoos, den neuen Parka, die Sneaker, das Casper-Konzert, die rosa Strähnen im Haar. Wie albern das alles ist, und dass es mich nicht über Nacht zu einem anderen Menschen macht. Dass ich so verzweifelt anders werden will, dass es einfach nur eine weitere Maskerade ist.

Ich bin diese Selbstzweifel so satt. Egal, was ich tue, mein Kopf findet was auszusetzen. Stellt etwas infrage. Zerpflückt es bis ins noch so kleinste Detail. Er verhindert, dass ich meine Veränderungen genießen, auf sie stolz sein kann.

Es erschöpft mich. Macht mich müde. Dieser ständige Kampf gegen meine eigenen Gedanken. Werde ich diesen inneren Zweifler irgendwann los? Oder bekomme ihn zumindest so weit in den Griff, dass er nicht mehr so viel zu sagen hat in meinem Kopf? Ich hoffe es. Sehr.

Alles Liebe
Anni

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