Mittwoch, 6. April 2016

Der Schneekugel-Effekt

Seit einigen Tagen denke ich darüber nach, welches Thema ich in meinem Blog behandeln will. Der letzte Beitrag ist ja auch schon etwas älter.

Und so sitze ich vor meinem Bildschirm und es will mir nichts einfallen. Mein Kopf ist zurzeit so voll, dass er zu vibrieren scheint. Die ganzen Gefankenpartikel, die wie in einer Schneekugel darin herumschwirren, lassen sich von mir nicht einfangen. Und damit auch nicht in Worte fassen. Zu kurz nur blitzen sie auf und segeln dann wieder weiter.

Und auch meine Stimmung lässt sich gerade nur schwer greifen. Sie wechselt zwischen niedergeschlagen, ganz okay, überfordert, ungeduldig, gelangweilt, melancholisch und betrübt hin und her - manchmal im Minutentakt und ohne erkennbaren Auslöser.

Solche Phasen habe ich seit der Depression immer wieder. Ich empfinde sie als extrem anstrengend, weil ich wenig tun kann, um sie besser zu machen. Ich versuche, mich abzulenken, aber mich zu konzentrieren fällt mir gerade auch sehr schwer. Lesen, fernsehen, meditieren - nichts kann mich lange genug fesseln, um auf andere - vielleicht schönere - Gedanken zu kommen.

In diesen Zeiten hadere ich mit der Depression, weil sie mich lähmt. Ich schaffe es nicht, aus meiner Gedanken-Schneekugel herauszukommen und fühle mich mit mir selbst gefangen. Und das ohne einen Hammer, mit dem ich meine Glaswand zertrümmern kann.

Alles Liebe
Anni

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