Sonntag, 10. Januar 2016

Anstrengend ...

Hinter mir liegt eine anstrengende Woche. Ich hatte vier Erstgespräche mit Therapeuten (eine Luxussituation eigentlich). Aber vier Mal hintereinander über meine Probleme zu sprechen war hart für mich.

Vier Mal darüber sprechen, was in meinem Leben alles schief gelaufen ist. Über Zeiten, in denen mein Zuhause kein Zuhause war. In denen Geborgenheit für mich ein Fremdwort war. In denen jede Kleinigkeit einen Sturm auslösen konnte. In denen ich mich versteckt, klein gemacht und mich dabei verloren habe.
Ich habe gemerkt, wie viel Schmerz über meine Vergangenheit immer noch in mir steckt. Dass das Kind in mir sich immer noch davor fürchtet, beschimpft, vernachlässigt und verlassen zu werden. Dass es Menschen immer noch ungern in sein Herz lässt, weil es sich vor weiteren schlechten Erfahrungen schützen möchte. Und dass es jeden Konflikt scheut, weil es gelernt hat, Stürmen lieber aus dem Weg zu gehen als ihnen zu trotzen. Und sich dabei durch nur nach Anerkennung, Stabilität und Liebe sehnt.

Ich spüre, dass der Weg in die Therapie der richtige für mich ist. Auch wenn es weh tun wird. Aber ich muss das alles aufarbeiten, um eine Chance auf eine friedlichere Zukunft zu haben. Und danach sehne ich mich. Eine Zeit im Leben, geprägt von Stabilität und innerem Frieden.

Alles Liebe
Anni


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